Anlässlich des Anne-Frank-Tages beschäftigte sich der 9. Jahrgang unserer Schule intensiv mit der Frage, welche Bedeutung die Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus für unsere Gesellschaft heute hat. Ein besonderer Höhepunkt war dabei die Lesung der Jugendbuchautorin Ursula Flacke, die den Schülerinnen und Schülern ihren Roman „1933 – Feuer!“ vorstellte. 


In zwei Lesungen nahm die Autorin die Jugendlichen mit in die Anfangszeit der nationalsozialistischen Herrschaft. Anhand der Geschichte ihrer Figuren wurde deutlich, wie sich demokratische Strukturen schrittweise veränderten, wie Ausgrenzung und Diskriminierung zunahmen und welche Auswirkungen dies auf das Leben der Menschen hatte.

Der Anne-Frank-Tag erinnert jedes Jahr an Anne Frank und ihr Tagebuch, das bis heute für die Folgen von Verfolgung, Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit steht. Vor diesem Hintergrund bot die Lesung zahlreiche Anknüpfungspunkte, um über die Bedeutung von Demokratie, Menschenrechten und gesellschaftlicher Verantwortung ins Gespräch zu kommen.

Im anschließenden Austausch mit Ursula Flacke kamen die Schülerinnen und Schüler nicht nur über die historischen Ereignisse des Jahres 1933, sondern auch über aktuelle Herausforderungen ins Gespräch. Gemeinsam wurde der Frage nachgegangen, wie Vorurteile entstehen, welche Folgen Ausgrenzung haben kann und warum es wichtig ist, Haltung zu zeigen und für demokratische Werte einzutreten.

Die Begegnung mit der Autorin machte deutlich, dass Erinnerungskultur weit mehr ist als die Beschäftigung mit vergangenen Ereignissen. Sie fordert dazu auf, Verantwortung für die Gegenwart zu übernehmen und aufmerksam gegenüber jeder Form von Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit zu bleiben. Damit griff die Lesung zentrale Anliegen des Anne-Frank-Tages auf und bot den Schülerinnen und Schülern wertvolle Denkanstöße für ihr eigenes Handeln.

Wir bedanken uns herzlich bei Ursula Flacke für ihren Besuch und die eindrucksvolle Begegnung mit Geschichte und Gegenwart.